Menu
K
K

Presse - Details

 

Neues Liechtensteiner Steuerabkommen


"Gewinn" vom 06.02.2013

Das neue Doppelbesteuerungs- sowie ein Abgeltungssteuerabkommen zwischen Österreich und Liechtenstein steht. Vorbild ist das heimische Abgeltungssteuerabkommen mit der Schweiz, was eine einmalige pauschale Abgeltungssteuer zwischen 15 und 38 Prozent für österreichisches Finanzvermögen, das über das Nachbarland verwaltet wird, bedeutet, gefolgt von einem jährlichen KESt-Abzug von 25 Prozent. Als "Besonderheit" werden aber nicht nur Bankkonten und Wertpapierdepots vom Abkommen umfasst, sondern vor allem auch die aus heimischer Sicht weitaus bedeutenderen Liechtensteiner Stiftungen, Trusts und Anstalten von Österreichern, deren Vermögen auf Liechtensteiner aber auch internationalen Konten verwaltet wird.

Liechtensteiner Banken bzw. Treuhänder werden die Steuern einbehalten und abführen, kontrolliert wird das stichprobenartig in Liechtenstein (Österreich erhält Berichte), bei "intransparenten" Stiftungen sollen hingegen gemeinsame Prüfungsausschüsse mit besonderen Prüfungsbefugnissen eingesetzt werden.

Eine Besonderheit ist die Einhebung einer Eingangssteuer bei Zuwendungen an intransparente Stiftungen zwischen fünf und zehn Prozent (was natürlichVeranlagungen in Österreich fördern soll). Die Mehrheit der Liechtensteiner Stiftungen gelten allerdings ohnehin als transparent (d. h. einer wirtschaftlich berechtigten Person zuordenbar).

Wie beim Schweizer Abkommen werden sich auch hier betroffene Österreicher in den kommenden Monaten zwischen einer Offenlegung oder der Inanspruchnahme der Pauschalsteuer entscheiden müssen. Nicht umfasst und damit nicht amnestiert ist übrigens Nicht-Finanzvermögen wie Immobilien oder Firmenbeteiligungen.

In Kraft treten wird das Abkommen jedenfalls mit 1. 1. 2014.

zurück