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Treichl zieht sich aus Erste-Stiftung zurück


"Salzburger Nachrichten" vom 15.12.2012

Vorstandsvorsitzende wird die ehemalige Salzburger Landesrätin Doraja Eberle

Zehn Jahre stand Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Erste Group, auch an der Spitze der Erste-Stiftung. Diese Doppelrolle war immer wieder kritisiert worden, da die im karitativen Bereich tätige „Die ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung“ auch größter Einzelaktionär der Bank ist. Per Ende Oktober hielt die Stiftung 20,1 Prozent der Erste-Aktien.

Neue Vorsitzende des Stiftungsvorstands wird die frühere Salzburger Landespolitikerin Doraja Eberle. Die ehemalige Landesrätin gehört bereits seit 2011 dem Vorstand der Stiftung an.

In einer Mitteilung der Stiftung betonte Treichl, über den Schritt der Funktionstrennung schon länger nachgedacht zu haben. Auch Boris Marte scheidet aus dem Gremium aus. Treichl und Marte werden ihre Erfahrung als Mitglieder im Kuratorium, dem unabhängigen Fachbeirat der Stiftung, einbringen. Treichl begründete sein Ausscheiden aus der Leitung auch mit dem sich ändernden Umfeld für österreichische Sparkassen-Privatstiftungen. Diese seien gemeinnützig tätig und hätten zudem eine Eigentümerfunktion, laut Treichl „eine Ausnahme in Österreichs Stiftungslandschaft“.

Neben Eberle wurden Franz Karl Prüller, Direktor des Sozialprogramms der Stiftung, und Bernhard Spalt, Risikovorstand in der Erste Bank Ungarn, in den Vorstand der Stiftung berufen. Marte übernimmt die Leitung des Innovationslabs der Erste Group. Rupert Dollinger schied bereits im Sommer aus dem Vorstand aus.

Seit der Aufnahme ihrer operativen Tätigkeit 2005 hat die Erste-Stiftung bis zum Jahr 2011 nach eigenen Angaben 51,2 Mill. Euro für soziale, kulturelle und die europäische Integration begleitende Projekte investiert. Die Stiftung beschäftigt 31 Mitarbeiter.

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