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Presse - Details

 

"Vorsicht ist besser als Nachsorge"

"Salzburger Nachrichten" vom 19.11.2013

Häufig wurde bisher der Entscheidungs- und Ermessensspielraum des Stiftungsvorstandes in der Stiftungserklärung stark eingeschränkt, da der Stifter in erster Linie die Bewahrung des Vermögens und des Unternehmens vor Augen hat. So wurden in den vergangenen 20 Jahren bei vielen Stiftungen ein (Teil-)Verkauf, Fusionen oder auch implizit ein künftiger Börsegang oder die Hereinnahme eines strategischen Partners in das Unternehmen ausgeschlossen. Dabei besteht die Gefahr, dass durch dieses enge Korsett auf künftige Veränderungen des Umfeldes nicht entsprechend reagiert werden kann. „Wer kann heute sagen, welche Entscheidungen in 20 oder 50 Jahren in der Stiftung bzw. für die Unternehmensbeteiligungen erforderlich sein werden?“, fragt der Stiftungsexperte Martin Unger.Als wichtigen Schritt zur Professionalisierung des Stiftungsmanagements sieht er die Etablierung eines mit Experten erweiterten aufsichtsratsähnlichen Stiftungsbeirats als zentrales Beratungs- und Kontrollorgan. Die (freiwillige) Bestellung eines aufsichtsratsähnlichen Beirats erfolgt zwar mittlerweile bei einem Teil der Stiftungen, allerdings oftmals mit zu wenig professioneller externer Expertise und zu geringen Kontroll- und Mitbestimmungsrechten. Bei vielen Stiftungen werden die Gestaltungsmöglichkeiten zu wenig genutzt. Unger: „Solange die Stiftergeneration noch aktiv ist, kann die Stiftung in der Regel weiterentwickelt und auf die künftige Rolle vorbereitet werden. Diese Zeit gilt es zu nutzen, um die Privatstiftung auch nachhaltig zu einem Erfolgsmodell werden zu lassen, für die einzelne Stiftung und – aufgrund der Verbreitung – auch für den Wirtschaftsstandort Österreich.“

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